So

25

Okt

2009

Mac mini, MacOS X und Windows 7

Langsam aber sicher werde ich in die Apple-Welt hineingezogen. Nach dem iPod touch habe ich mir nun einen Mac mini angeschafft. Mittlerweile sind die Macs ja als bessere PCs bekannt und stylisch sind sie allemal. Dies und die Tatsache, dass man ohne einen Mac nicht für das iPhone/den iPod touch entwickeln kann, hat mich dann überzeugt, in die neue schöne Welt der Apple-Computer einzutauchen.

 

Der Mac mini ist in der neuen Version noch etwas schneller (2,26 GHz in der günstigen Variante) und hat mehr Speicher (2 GB RAM, 160 GB HDD). Desweiteren ist Mac OS X in der Version 10.6 (Snow Leopard) enthalten. Wohnzimmertauglich ist er allemal, denn die augenschmeichlerische Form und die geringe Lautstärke der Nebengeräusche (praktisch kaum zu hören) macht ihn zum perfekten Multifunktionsmöbelstück :)

 

Microsoft hat nun ja auch endlich Windows 7 herausgebracht, das einen würdigen Nachfolger für Windows XP darstellt (über Vista legen wir am besten den Mantel des Schweigens). Nicht zu übersehen sind hier die Anleihen bei Mac OS X, z.B. die neue Taskbar, bei der man Programm anpinnen kann.

 

Wer nun keine zwei Computer in seinem Wohnzimmer dulden und doch die beiden Welten Mac und Windows genießen möchte, hat mit einem Mac Mini die Möglichkeit dazu. BootCamp heißt das Programm, das dies möglich macht und von Apple auch praktischerweise gleich mit Mac OS X mitgeliefert wird. Was Sie sonst noch brauchen ist eine Windows Installations-DVD (am besten gleich mit Windows 7, Vista und XP gehen aber auch).

 

Unter Mac OS X starten Sie dann einfach den Boot-Camp-Assistenten. Im ersten Schritt wird damit erst einmal Platz gemacht für die Windows-Installation, d.h. eine neue Partition erstellt und die Mac-Partition entsprechend verkleinert. Mit dem Assistenten geht dies kinderleicht, Sie müssen nur entscheiden, wieviel Platz Sie jeweils für jedes Betriebssystem veranschlagen möchten.

 

Danach legen Sie die Windows-DVD ein und der Assistent starten den Mac neu. Sofort nach dem Neustart befinden Sie sich dann im Windows-Installationsprozess. Dort müssen Sie als erstes entscheiden, auf welcher Partition Sie Windows installieren möchten. Wählen Sie hier auf jeden Fall die mit "Boot Camp" bezeichnete, damit Sie nicht aus versehen Ihre Mac OS X Partition ins Nirwana schicken. Danach können Sie die Boot Camp Partition (die zukünftige Windows-Partition) noch formatieren.

 

Im Folgenden wird sich der Windows-Installer die Installationsdateien von der DVD kopieren und am Ende steht ein Neustart des Rechners an. Bei mir bootete der Mac dann ins Mac OS, was aber kein Problem ist. Zuerst die DVD auswerfen (Tipp: wenn Sie eine Windows-Tastatur verwenden, halten Sie F12 für eine Zeit gedrückt, um das Medium im Laufwerk auszuwerfen), in den Systemeinstellungen -> Startvolume Windows als Startvolume auswählen und dann auf Neustart klicken. Nach dem Neustart geht es dann weiter mit der Windows-Installation. Führen Sie diese dann einfach zu Ende, unter Windows 7 dauert das nicht einmal eine Stunde.

 

Im Prinzip haben Sie damit schon das Meiste erledigt. Damit auch alle Komponenten wie gewünscht funktionieren, müssen Sie noch diverse Treiber installieren. Zum Glück kommt Ihnen Apple auch hierbei zu Hilfe, indem es dafür auch ein gesondertes Programm bereit hält. Legen Sie die Mac OS X DVD ein (unter Windows) und starten Sie das Boot-Camp-Setup-Programm im gleichnamigen Unterordner. Daraufhin sollten alle nötigen Treiber installiert werden und eine vollwertige, normal funktionieren Windows-Installation hinterlassen.

 

Bei mir hat dieser Vorgang insgesamt 1 - 1 1/2 Stunden gedauert (mit Windows 7). Möglicherweise verläuft dies nicht immer so problemlos wie bei mir und Sie stoßen dabei auf Probleme, die ich nicht hatte. Vermutlich hilft Ihnen dann aber eine Google-Suche nach den entsprechenden Problembeschreibungen schnell weiter.

 

Fazit: Windows 7 und Mac OS X Snow Leopard können auf dem gleichen Rechner prima koexistieren. Wer in die fazinierende Apple-Welt eintauchen will bekommt mit dem neuen Mac mini eine preiswerte Chance dazu (im Moment ca. 550 EUR in der kleinsten Variante). Man bekommt damit einen wohnzimmertauglichen multimediafähigen Computer, mit dem man das beste aus zwei Welten nutzen kann.

 

Natürlich kann der Mac mini im Bereich High End Grafik/Spiele nicht ganz mithalten. Aktuelle Spiele funktionieren aber trotzdem recht zufriedenstellend (ich habe z.B. die Demo von Risen getestet), wenn man sich auf niedrigere Auflösungen beschränkt und den ein oder anderen Effekt abstellt.

 

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