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Meine Musik

Deutschland, 1990 in der Wohnung meiner Eltern. Ich habe eine Idee. Seit geraumer Zeit versuche ich schon meiner Gitarre einigermaßen angenehme Töne zu entlocken. Angefangen mit der üblichen Anfänger-Billig-Konzertgitarre, nenne ich jetzt eine etwas teurere, trotzdem billige, schwarze E-Gitarre samt Verstärker mein Eigen. Aber immer nur allein vor sich hin zu spielen und nur meinen armen Eltern das Vergnügen des Zuhörens zu gönnen, ist nicht meine Art. Warum nehme ich das Ganze nicht mal auf Kassette auf? Gesagt, getan, ein geliehenes Mikrofon und mein eigener Kassetten-Rekorder genügen, um meine erste Session auf's Band zu bringen.

 

Naja die Qualität ist eher unspektakulär, hört sich nicht ganz nach Eric Clapton oder Jimi Hemdrix an. Irgendwie fehlt da auch etwas, es gibt keine Begleitung, keine Akkorde, kein Schlagzeug, kein Synthesizer. Wenigstens die Gitarren-Begleitung könnte ich doch selbst übernehmen, aber wie? Ich müsste das Signal vom Kassetten-Rekorder mit meinem Live-Signal mischen und auf einem zweiten Kassetten-Rekorder aufnehmen.

 

Die zwei Hürden (wo bekomme ich einen zweiten Kassetten-Rekorder her, wie mische ich zwei elektrische Signale) sind schnell genommen (von den Eltern ausleihen, Kabel zusammenlöten) und das erste Experiment wird erfolgreich abgeschlossen. Erfolgreich? Hört man sich das verrauschte, billig klingende Ergebnis an, möchte man eher von einem Misserfolg sprechen. Dennoch, es hat geklappt, jedenfalls im Prinzip. Der Weg in eine glückliche Zukunft als Komponist, Arrangeur, Produzent ist geebnet, nichts kann mich mehr aufhalten ...

 

Soweit die jugendlichen Träume und Spinnereien, doch was ist geblieben? Die Technik hat vieles was damals sehr aufwändig oder sogar unmöglich war, einfach und kostengünstig gemacht. Jeder kann heutzutage mit einem Computer und einer geeigneten Software Musik machen, die sich oberflächlich kaum vom üblichen Charts-Gedudel unterscheidet.

 

Wer aber etwas ambitionierter ist, sich wirklich mit der Materie beschäftigt und versucht kreativ mit den Werkzeugen die ihm der Computer bietet umzugehen, stößt schnell an die Grenzen der Intuition. Ja, wir können fast professionell klingende Musik produzieren, auch mit wenig Geld und bescheidenem Equipment, aber wie? Das herauszufinden hat mich jetzt schon über 10 Jahre beschäftigt und immer noch gibt es so viel zu erfahren, zu wissen und zu experimentieren. Wer sich darauf einlässt, findet in diesem Hobby eine unendliche Vielfalt und unbegrenzte kreative Möglichkeiten. Unbegrenzt, wäre da nicht die Technik, die es erst einmal zu meistern gilt. Aber man kann sie beherrschen, jedenfalls größtenteils. Wie das geht, versuche ich euch auf diesen Seiten etwas näher zu bringen. Aber genug davon, im nächsten Abschnitt könnt ihr sehen, mit welcher Ausrüstung ich zur Zeit arbeite.

 

Mein Equipment

  • Fast Track USB von M-Audio
  • Mischpult von Phonic (MM122)
  • Cubase Studio 4 von Steinberg 
  • FL Studio von Image Line Software 
  • Kontakt 3, Reaktor Session von Native Instruments 
  • V-AMP 2 von Behringer, vitueller Gitarren-Verstärker 
  • Ibanez S-470 Gitarre 
  • Pentium IV 3,0 GHz, 250 GB HDD, 512 MB RAM 
  • Laptop mit Intel Core Duo, 300 GB HDD, 4 GB RAM

 

Meine Songs

Auf SOUNDCLICK finden sich zwei meiner Songs:

 

Feldweg
Wooden

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