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Probleme und Lösungen

Probleme, Probleme, Probleme ...

Oft merkt man erst in der Praxis, dass einige Dinge nicht so glatt funktionieren, wie sie eigentlich theoretisch sollten. Dies trifft besonders auf Computer und noch spezieller auf Audio am Computer zu. Da ich selbst schon das ein oder andere Problemchen hatte und auch manchmal sogar lösen konnte, möchte ich Ihnen mit dieser Rubrik gerne langwieriges Ausprobieren und Suchen ersparen, falls Sie ein ähnliches Problem haben. Natürlich kann ich keinerlei Gewähr oder Haftung für die Lösungsvorschläge übernehmen. Jedoch hoffe ich, dass sie dem ein oder anderen das Audio-Leben ein bisschen leichter machen werden.

 

... und Lösungen

Brummen, Zischen, Krachen

Aussetzer

Tonaussetzer2


Brummen, Zischen, Krachen

Störgeräusche sind etwas sehr unschönes und können einem das Musizieren am Computer schon fast verleiden. Einige lassen sich nicht so einfach beheben, etwa wenn Sie über einen integrierten billigen Mikrofoneingang eines Laptops aufnehmen. In diesem Fall müssen Sie in hochwertigere Hardware investieren, etwa einen externen Audio-Adapter mit Mikrofonverstärker. Die Störungen können aber auch anderen Ursprungs sein, wie in dem Fall, den ich hier schildern möchte.
Als ich mir neue, halbwegs anständige Aktivlautsprecher von Prodipe (Pro 5) kaufte und an mein Laptop anschloss, bekam ich erst einmal einen milden Schock. Da zischte, krachte und brummte es, dass es eben keine helle Freude war. Irgendwie hatte ich das Gefühl, mit dem Stetoskop das Innenleben meines Laptops abzuhorchen, denn jede Mausbewegung und jede Festplattenaktivität ließ sich akustisch nachvollziehen.

Ich schob es erst einmal auf die schlechte Qualität des On-Board-Chips und schloß ein externes Audio-Interface von M-Audio an (Fast Track). Zwar nahmen die Störungen merklich ab, himmlische Ruhe wollte sich aber trotzdem nicht einstellen. Die stellte sich erst ein, nachdem ich dann den Netzstecker des Laptops entfernte. Von Störungen nun keine Spur mehr. Ein zweiter Test: Anschluß des Audio-Ausgangs an ein anderes Paar Aktivlautsprecher. Auch hier keinerlei Störungen. Der Unterschied zu meinen neuen Prodipe-Lautsprechern lag im Stromanschluß. Die billigen Lautsprecher hatten einen Euro-Stecker, die Prodipes einen Kaltgerätestecker mit Schutzkontakt (Masse). Auch mein Laptop-Netzteil wurde so mit  Masse verbunden. Die wahrscheinliche Erklärung: Über die gemeinsame Masseverbindung (alle Verbraucher waren am gleichen Stromanschluss angeschlossen) konnten sich die elektrischen Einstreuungen des Laptops auf die Laustprecher übertragen. Wer jetzt denkt: "Masse ist schlecht, wer braucht das? Weg damit!" liegt falsch. Auf keinen Fall sollten Sie irgendwelche Manipulationen an den Schutzkontakten oder den Schutzleitern vornehmen, denn dann besteht LEBENSGEFAHR!!!
Viel einfacher, bequemer und sicherer gehts es mit einem Trennübertrager (hierfür gibt es sicherlich noch andere Namen).
Der sorgt für die Entkopplung des Signals und beseitigt somit das Problem elegant. Ich habe mir den GL-205 (ground-loop-isolator) gekauft (knapp 20 Euro beim Elektronikhandel Ihres Vertrauens) und siehe da, keinerlei unerwünschte Geräusche mehr. Na gut,  außer wenn ich mich mal verspiele :-)
Der Trennübertrager wird einfach zwischen den Audio-Ausgang und die Lautsprechereingänge geschaltet und schon sind die beiden Systeme galvanisch voneinander getrennt. Da ich kein Elektrotechniker sondern Informatiker bin, will ich nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich vermute, dass das Ganze über Induktion funktioniert (ähnlich wie bei einem Transformator).
Wenn Sie also gerade beschriebenes Problem haben (Störungen verschwinden bei Trennung vom Netz, Masseverbindung besteht), sind die Chancen groß, dass es Ihnen der Trennübertrager vom Hals schaffen kann. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert. Alternativ können Sie zuerst auch versuchen, die Geräte in unterschiedliche Steckdosen zu stecken. Wenn diese dann zufällig nicht an der gleichen Masseleitung hängen, dürfte sich das Problem nicht zeigen. Bei mir hat es nicht ganz funktioniert, die Störungen waren besondeers bei direktem Anschluss des Laptop-Audio-Ausgangs immer noch da, wenn auch vielleicht etwas abgeschwächt. Ich habe aber auch nicht alle Steckdosen-Kombinationen in meiner Wohnungg ausprobiert. Aber ich denke das Geld für den Trennübertrager ist gut angelegt und ich muss mir zumindest über dieses Problem keine Gedanken mehr machen.



Ton-Aussetzer

Folgendes Phänomen: Beim Abspielen Ihres neu komponierten Songs im Sequenzer sind in unregelmäßigen Abständen Aussetzer im Ton und ein leichtes Krachen bzw. Knacken zu hören.

Obwohl ich das Problem bei zwei PCs hatte (und noch habe), ließ sich die Lösung nicht so ohne weiteres im Internet finden. Erst nach etwas längerem Probieren bin ich dann auf die Ursache gestoßen: WLAN. Immer, wenn ich die kabelfreie Netzwerkverbindung einschalte, kommt es zu besagten Störungen. Die einfachste und im Moment mir einzig bekannte zufriedenstellende Lösung: WLAN abschalten. Wenn Sie auch unregelmäßige unerklärliche Störungen im Audio-Signal hören, versuchen Sie es einfach mal. Meist lässt sich das WLAN-Modul über einen Schalter am Laptop oder eine Fn-Tastenkombination ausschalten. Falls nicht (bei Desktop-PCs), können Sie die Verbindung auch unter Windows bei den Netzwerkverbindungen deaktivieren.

Warum genau es zu den Störungen kommt, kann ich nur vermuten. Es könnte ein Problem des WLAN-Treibers oder des USB-Chipsatzes sein. Evtl. gibt es auch eine Lösung, aber ich habe ehrlich gesagt bisher nur beschränkt danach gesucht. Ein einfacher Test mit einem externen USB-WLAN-Adapter ergab eine leichte Besserung (seltenere Störungen), aber trotzdem kam es immer wieder zu den genannten Aussetzern.

Falls jemand einen Lösungsvorschlag hat, der einen nicht störenden WLAN-Betrieb während der Audiowiedergabe ermöglicht, möge er/sie sich bitte melden. Ansonsten muss man halt auf Internet während der Musikproduktion verzichten oder über sich ein normales LAN-Kabel mit dem Netzwerk verbinden.

 

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Tonaussetzer Teil 2

Auch ohne WLAN (siehe oben) kann es zu Knacksen und Tonaussetzern kommen. Mögliche weitere Ursache ist insbesondere die Einstellung der Puffergröße des Audio-Treibers. Diese erfolgt normalerweise über den Einstellungsdialog der verwendeten Audio-Software oder über ein mit dem Treiber installiertes Tool vom Hersteller. Welchen Wert Sie da einstellen müssen, damit es garantiert nicht mehr knackt, kann ich Ihnen auch sagen: 2048 Bytes. Stellen Sie diesen Wert einfach mal ein und überprüfen Sie die Wiedergabe auf erwähnte Knackser. Sollten die immer noch auftreten, liegt es auf jeden Fall nicht an der Größe des Puffers, denn der sollte bei diesem Wert weit von einer kritischen Schwelle entfernt sein. Wenn sich alles gut anhört, sollten Sie den Wert noch optimieren, denn bei einer Puffergröße von 2048 müssen Sie mit hohen Latenzen rechnen. D.h., dass z.B. der Druck auf eine Keyboardtaste erst mit einer großen Verzögerung (30 - 60 ms) dem Software-Synthesizer einen hörbaren Klang entlockt. Verringern Sie den Wert schrittweise bis es das erste Mal zu Störungen kommt, dann erhöhen Sie ihn wieder ein bisschen. Überprüfen Sie auch die Prozessorauslastung im Leerlauf, diese sollte nicht zu hoch sein, ansonsten den Puffer wieder etwas vergrößern. Mit einem einigermaßen guten Audioadapter, einem nicht allzu alten PC und einem ASIO-Treiber sollten Werte von unter 512 Bytes möglich sein. Damit lassen sich dann auf jeden Fall Latenzzeiten von 5 - 10 ms erreichen, die ausreichend für das Live-Spielen von Sounds sind.

 

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