DigiTutorials

Grundlegendes

MIDI
Sequenzer
HD-Recording
Audioadapter
Mischpult

Worum geht's?

Auf dieser Seite geht es erst einmal um die Grundbegriffe im Bereich Computer und Musik. Da jeder, der diese Seite liest, einen Computer bedienen kann, spare ich mir die Erklärung von Begriffen wie Festplatte, Speicher und Monitor. Sollte jemand damit Schwierigkeiten haben, so empfehle ich ihr einschlägige Literatur zu lesen oder (wenn sie schon etwas älter ist) seine Kinder zu fragen. Im Bereich Musik werden nur die absoluten Grundlagen vorausgesetzt. Sollte eine Leserin damit nicht klar kommen, darf sie sich mit Recht eine ungebildete Banausin nennen ;-)

MIDI

Zunächst einmal möchte ich diesen Begriff erläutern, der seit langer Zeit für die digitale/digital bearbeitete Musik wichtig ist. MIDI ist eine Schnittstellenspezifikation, die die Kommunikation elektronischer/digitaler Klangerzeuger (Synthesizer, Drum-Computer, MIDI-Gitarren, etc.) untereinander ermöglicht. Diese Kommunikation funktioniert im wesentlichen durch das Austauschen von MIDI-Nachrichten (Messages).
Nehmen wir als Beispiel einen Drum-Computer (DC) und ein Keyboard. Das Keyboard wird mit dem DC über ein MIDI-Kabel verbunden. Es gibt grundsätzlich drei Arten von MIDI-Anschlüssen an einem MIDI-fähigen Gerät: MIDI-IN, MIDI-OUT und MIDI-THRU. Über MIDI-OUT verlassen die Nachrichten das Gerät, bei MIDI-IN kommen die Nachrichten an und bei MIDI-THRU werden die Daten, die bei MIDI-IN ankommen, direkt und unverfälscht weitergeleitet, was wichtig bei der Vernetzung von mehr als zwei Geräten wird.

Doch zurück zum Beispiel. Damit das Keyboard den Drum-Computer steuern kann, muss MIDI-OUT des Keyboards mit MIDI-IN des Drum-Computers verbunden werden (s. Abb. 1). Sind die Einstellungen an beiden Geräten richtig (dazu später mehr), bewirkt ein Tastendruck auf dem Keyboard eine Klangerzeugung am DC, d.h dort wird ein Drum-Sound abgespielt. Etwas simpler ausgedrückt, wenn man eine Taste drückt, erklingt z.B. eine Snare-Drum.

Wie geht das Ganze nun genau vor sich? Drückt man eine Taste am Keyboard, so wird dort eine Nachricht erzeugt, die Notenhöhe, Notendauer und Anschlagstärke enthält und dann über das Kabel zum DC geleitet wird. Dort interpretiert der Drum-Computer das ankommende Signal (die MIDI-Nachricht) und reagiert darauf, indem er einen Ton (die Snare-Drum) abspielt. Das ist stark vereinfacht das Funktionsprinzip von MIDI.

 

Abb1: Ein Keyboard wird mit einem Drum-Computer verbunden.

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Sequenzer

Sehr wichtig in der digitalen Musikproduktion ist auch der Begriff des Sequenzers. Zur Veranschaulichung der Funktionsweise nehmen wir z.B. einen Pianisten, der ein selbst gespieltes Stück aufnehmen möchte. Er bedient sich dazu zunächst des guten alten Tonbandgeräts. Eine Passage des Stücks ist allerdings nicht so gut gelungen, diese ist aber nur 5 Sekunden lang, das gesamte Stück dagegen 3 Minuten. Was bleibt dem Pianisten also anderes übrig, als das Ganze noch mal zu einzuspielen, in der Hoffnung, dass es diesmal fehlerlos klappt? Eine weitere Möglichkeit in dieser Situation wäre, die Passage aus dem Tonband herauszuschneiden, was allerdings einigen Aufwand und Geschicklichkeit erfordert. Wie gut, dass der moderne Musiker solche Methoden nicht mehr nötig hat, denn es gibt ja Sequenzer.
Was ist denn das nun? Man kann grob sagen, ein Sequenzer ist ein digitales Aufnahmeprinzip (in der Regel eine Software, es gibt aber auch Hardware-Sequenzer), das dem Musiker/Komponisten/Produzenten erlaubt, MIDI-Klangerzeuger aufzunehmen und anzusteuern (wiedergeben). Der Pianist in unseren Beispiel könnte sein Klavier (, falls es ein MIDI-fähiges Klavier ist) mit einem Sequenzer verbinden. Nach dem MIDI-Prinzip (s.o.) wird MIDI-OUT des Klaviers mit der MIDI-IN Schnittstelle des Sequenzers verbunden. Der Sequenzer wird auf Aufnahme gestellt und der Pianist spielt sein Stück ein. Wenn er fertig ist, hält er den Sequenzer an (mittels Tastendruck, Mausklick oder sonst wie).

Soweit kaum ein Unterschied zum Tonband, höchstens ein größerer Aufwand. Der entscheidende Unterschied besteht in der Speicherung der Daten. Bei einer Tonbandaufnahme werden elektrische Schwingungen (die wiederum von akustischen Schwingungen erzeugt werden können, Stichwort Mikrofon) in magnetische Felder umgewandelt (per Induktion), die das Tonband entsprechend magnetisieren. Beim Abspielen läuft der Vorgang in die andere Richtung, also magnetische Schwingungen erzeugen elektrische Schwingungen, diese erzeugen über einen Lautsprecher (das Gegenstück zum Mikrofon) dann akustische Schwingungen. Es werden also im Grunde die Schallwellen (das was tatsächlich an das Ohr gelangt und wir als Töne, Geräusche wahrnehmen) in einer etwas abgewandelten Form gespeichert.
Der Sequenzer geht anders vor. Er zeichnet nicht die Töne direkt auf, sondern die Informationen, die zu den Tönen gehören, also z.B.: Notendauer: Viertelnote, Tonhöhe: C'', Anschlagstärke: mezzoforte. Gewissermaßen wird hier aufgezeichnet, wie die Töne ursprünglich erzeugt wurden. Man kann dies mit einer Partitur vergleichen, die in Notenschrift angibt, wie ein Stück zu spielen ist. Wenn man bei diesem Vergleich bleibt, könnte man sagen, dass der Sequenzer die "Partitur" während des Einspielens aus den empfangenen Spielinformationen selbst erzeugt. In vielen Sequenzern kann man dann auch die aufgenommenen MIDI-Daten tatsächlich als Notenbild (Score) sehen.

Wichtig ist, dass bei diesem Verfahren nicht die wirklichen akustischen Daten aufgenommen werden, sondern nur die Informationen, wie diese erzeugt werden können, bzw. erzeugt wurden. Es wird also prinzipiell die Abfolge von Noten mitsamt eventueller Zusatzinformationen gespeichert.
Der große Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass es dem Komponisten/Musiker umfangreiche Manipulationen/Korrekturen an seiner Aufnahme erlaubt. Er kann z.B. eine Passage herausschneiden und neu aufnehmen. Oder er könnte einzelne Noten in der Tonhöhe und/oder Anschlagstärke verändern. Besitzt er noch einen anderen Klangerzeuger (z.B. einen Synthesizer), so kann er das ganze Stück mit einem anderen Klang abspielen, z.B. mit einem E-Piano- oder Cembalo-Klang.
Da ein (Midi-)Sequenzer auch "nur" MIDI-Daten aufzeichnet, müssen wesentlich weniger Daten als bei Audioaufnahmen gespeichert werden. Dafür wird hier nicht der Klang (also die Schallwellen) aufgezeichnet, was auch bedeutet, dass man zur genauen Wiedergabe des aufgenommenen Stücks wieder das Ursprungsinstrument benötigt. Natürlich lässt sich auch ein anderes MIDI-Instrument verwenden, dann bekommt man aber auch den Klang, den dieses Gerät nun von sich gibt. Wenn es daher um möglichst genaue Wiedergabe des Klangereignisses geht ohne das Ursprungsinstrument zu verwenden, sind Audioaufnahmen unumgänglich. Bei einigen Instrumenten gelingt die Aufzeichnung und Wiedergabe mittels MIDI weniger gut als bei anderen. Die menschliche Stimme eignet sich z.B. denkbar schlecht dafür. In der menschlichen Stimme gibt es eine große Anzahl an Parametern, die erheblichen Einfluss auf den Klang nehmen. Diese lassen sich nicht alle in die doch recht einfach gehaltenen MIDI-Signale übersetzen, welche prinzipiell Notendauer, Notenhöhe und Lautstärke speichern. Und selbst wenn dies möglich wäre, gäbe es dann bei der Umsetzung der Daten in eine menschliche Stimme erhebliche Schwierigkeiten, die momentan nicht gelöst werden können.
Auch Gitarren, Blasinstrumente und Streichinstrumente eignen sich nicht sehr gut für die Midifizierung, allerdings gibt es hier mittlerweile doch einige Möglichkeiten. Es gibt sowohl MIDI-Schnittstellen für diese Instrumente, also Geräte, die MIDI-Signale aufgrund der gespielten Töne erzeugen, als auch die Möglichkeit die authentischen Klänge dieser Instrumente über die Samplingtechnik wiederzugeben. Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass dies nicht perfekt gelingt und auf "normalen" Wege (z.B. per Mikrofon) aufgenommene Instrumente fast in jedem Fall natürlicher und lebendiger klingen.
Grundsätzlich gut für MIDI eignen sich alle Tasteninstrumente (Klavier, E-Piano, Chembalo, Synthesizer, etc.), denn diese kommen dem MIDI-Prinzip am ehesten entgegen.

Man kann mit MIDI und einem Sequenzer nicht nur ein Instrument, sondern bis zu 16 Instrumente mittels sogenannter Kanäle gleichzeitig ansteuern. Im Prinzip kann jeder Kanal einen bestimmten Klang (ein Instrument) zu einem bestimmten Zeitpunkt steuern. Die MIDI-Befehle werden dabei auf einem bestimmten Kanal übertragen. In einem Sequenzer hat man dann verschiedene Spuren (Tracks), denen man die MIDI-Kanäle zuordnen kann. Dabei können auch durchaus zwei verschiedene Spuren den gleichen Kanal haben, so dass es durchaus mehr Spuren geben kann als die 16 MIDI-Kanäle. Über eine MIDI-Schnittstelle ist es aber definitiv nicht möglich, mehr als 16 verschiedene Kanäle anzusteuern. Eine Erhöhung dieser Anzahl, kann nur über weitere MIDI-Schnittstellen erfolgen. Nebenbei bemerkt müssen dies keine realen MIDI-Schnittstellen sein, sondern können auch virtuelle sein, doch dazu später mehr.
Will man einen Klang für einen MIDI-Kanal auswählen, muss man einen bestimmten Befehl ("Program Change") senden, der das angeschlossene MIDI-Gerät (welches übrigens ebenfalls virtuell sein kann) veranlasst, auf diesen Klang (z.B. Violine) umzustellen. Alle weiteren Töne, die auf diesem Kanal gesendet werden, erklingen dann mit diesem Klang, bis der nächste Program Change den Klang wieder ändert. So ist es auch mit anderen Befehlen, der jeweilige Effekt bleibt für den jeweiligen Kanal erhalten, bis er durch einen weiteren Befehl geändert wird. Ein Beispiel verdeutlicht das: Wird ein sogenannter "Note-On"-Befehl gesendet, so erklingt der Ton solange bis ein "Note-Off"-Befehl gesendet wird. Dies kann zu Notenhängern führen; wenn nämlich aus irgendeinem Grund der Note-Off-Befehl nicht angekommt, "hängt" der Ton bis in alle Ewigkeit. Dann muss manuell ein Note-Off gesendet werden. In den meisten Sequenzern gibt es dazu einen Befehl ("Panic", "Geräte zurücksetzen", Reset, ...), der auf allen MIDI-Kanälen Note-Offs sendet.
Wie schon erwähnt muss man sich nicht mit 16 Kanälen begnügen, die Lösung bietet das Verwenden mehrerer MIDI-Schnittstellen. Das können weitere reale MIDI-Buchsen (MIDI-Out) eines USB-MIDI-Adpaters sein. Es können aber auch Schnittstellen zu virtuellen Instrumenten sein, d.h. im Computer simulierte Instrumente. Da es mittlerweile eine wahre Flut dieser virtuellen Software-Instrumente gibt, wird man diese Lösung immer häufiger wählen. Dadurch löst man sich auch ein bisschen von den Beschränkungen des MIDI-Prinzips, welches ja schon recht alt ist und vornehmlich zur Kommunikation mit realen Instrumente gedacht war. Da man bei virtuellen Instrumenten nicht mehr auf Hardware angewiesen ist, gibt es auch keine Schwierigkeiten mehr mit dem Timing bzw. Verzögerungen, die bei realen MIDI-Konfigurationen durchaus zum Problem werden können. Jedes virtuelle Instrument lässt sich im Prinzip im Sequenzer über eine eigene MIDI-Schnittstelle ansprechen, Da diese virtuell ist, verusacht das keine zusätzlichen Kosten und beeinflusst die Stabilität nicht. Daher braucht man sich auch keine Gedanken über die Verbindung mehrerer Instrumente über einen einzigen MIDI-Zweig mittels MIDI-Thru machen. Jedes Software-Instrument kann prinzipiell über 16 virtuelle MIDI-Kanäle angesprochen werden. Das ist deswegen sinnvoll, weil die meisten mehrere verschiedene Klänge gleichzeitig erzeugen können. Dann kann man das Instrument z.B auf Kanal 1 einen Klavierklang spielen lassen und auf Kanal 2 eine Violine. Selbst wenn man mehr als 16 verschiedene Klänge aus einem Software-Instrument herausholen möchte, kann man in den meisten Fällen einfach eine zweite Instanz des virtuellen Instruments erzeugen, das dann wiederum weitere 16 Kanäle zur Verfügung stellt. Die Grenze wird hier nicht so sehr von der Anzahl der Geräte oder Kanälen gesetzt, sondern von der Rechenleistung des Computers, auf dem die virtuellen Instrumente berechnet werden. Das ist meist der gleiche Computer auf dem auch der Sequenzer läuft.


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HD-Recording

Dem Prinzip der Tonbandaufnahme näher verwandt ist das HD-Recording (HD = Hard Disc = Festplatte, Recording = Aufnehmen). Wie beim Band werden hier die elektrischen Signale (z.B. von einem Mikrofon) umgewandelt und gespeichert. Speichermedium ist wie der Name schon sagt die Festplatte. Nun kann man aber die elektrischen Daten eines Mikrofons nicht direkt auf die Festplatte schreiben. Bekanntlich arbeiten Computer im Binärsystem, d.h. es existieren auf unterster Ebene nur 2 Zahlen: 0 und 1. Daher wird zwischen dem Computer und dem elektrischen Signal (das man in diesem Zusammenhang auch analoges Signal nennt) ein Konverter geschaltet, der sogenannte AD-Wandler (Analog-Digital-Wandler). Das analoge Signal wird dort in eine Abfolge von digitalen Daten umgewandelt. Digitale Informationen werden in Bits gespeichert, jedes Bit kann den Zustand 0 oder 1 annehmen. Mit einem Bit kann man also bis 1 (0, 1) zählen, d.h. es können damit zwei verschiedene Zustände kodiert werden. Bei zwei Bits lässt sich schon bis 3 zählen (0 (binär 00), 1 (binär 01), 2 (binär 10) und 3(binär11)), dies entspricht 4 Zuständen. Mit 8 Bits kommt man bis 255 (256 Zustände). 8 Bits werden auch oft als ein Byte bezeichnet. Abb. 2 soll veranschaulichen wie die Umwandlung von analogen Signalen in digitele Daten (binäre Zahlen) vonstatten geht. Die vertikale Rasterung gibt an, wieviele Werte zum Kodieren der Amplitude (Höhe der Welle an einer bestimmten Stelle, also die Lautstärke) zur Verfügung stehen. Wird z.B. mit 16 Bits gesamplet, so stehen 65535 Werte zur Verfügung, um die Amplitude zu kodieren. Die Breite der Rechtecke auf der rechten Seite der Abb. 2 gibt an wie oft (z.B. pro Sekunde) die Amplitude digitalisiert wird. Das ist die Samplingrate bzw. -frequenz. Man kann sagen, je höher beide Werte desto besser der Klang. CD-Aufnahmen haben Werte von 16 Bit und 44kHz (44000 mal pro Sekunde wird ein Wert gemessen, der in 16 Bit dargestellt wird). Dieser AD-Wandler ist Bestandteil jeder Soundkarte.

Damit man auch was hören kann, wenn man die Aufzeichnung wieder abspielt, benötigt man einen DA-Wandler, der umgekehrt ein digitales Signal in ein analoges umwandelt. Dieses analoge Signal kann dann mittels eines Lautsprechers in Schallwellen umgewandelt werden. Auch den DA-Wandler findet man als Bauteil auf Soundkarten. Im professionellen Bereich gibt es diese Komponenten auch separat, auch DAT-Recorder enthalten diese Wandler.

Zurück zum eigentlichen HD-Recording. Die digitalen Daten werden also auf der Festplatte gespeichert. Vorteil gegenüber dem Tonband ist nun, dass auch hier (im Vergleich zum MIDI-Sequenzer allerdings etwas eingeschränkte) Bearbeitungen vorgenommen werden können. Jede Stelle in der Aufnahme kann ohne Umspulzeit direkt angesprungen und abgespielt werden. Es können Loops (Schleifen) gesetzt werden, d.h. bestimmte Stellen wiederholen können wiederholt werden. Abschnitte können entfernt, kopiert und in der Lautstärke verändert werden. Effekte (Hall, Delay, Chorus, etc.) können hinzugefügt werden. Die Notenwerte selbst können allerdings zunächst nicht in dem Umfang verändert werden, wie das bei MIDI der Fall ist. Mit Hilfe geeigneter Software (Melodyne soll hier genannt werden), ist selbst dies aber mittlerweile (beschränkt) möglich.

 

Abb. 2: links ein analoges Signal, rechts die digitalisierte Form Abb. 2: links ein analoges Signal, rechts die digitalisierte Form

 

Soweit, so gut. Doch damit nicht genug. Als Musiker will man sich ja nicht mit einem Instrument begnügen. Ein Musikstück lebt von der Instrumentierung, dem Arrangement. Wie nimmt man jetzt mehrere Instrumente auf? Man könnte natürlich alle Musiker einer Band zusammen trommeln und alle Signale über ein Mischpult (s.u.) zusammenmischen und dieses auf Festplatte speichern mittels HD-Recording. Dann hätte man aber keinen Zugriff mehr auf die einzelnen Instrumente und könnte nur noch das Gesamtsignal bearbeiten. Um das zu vermeiden nimmt man die Instrumente auf verschiedenen Spuren auf. Dieses Prinzip gibt es schon lange bei den (Mehrspur-)Tonbandgeräten. Die Spuren erlauben es nun die einzelnen Instrumente gezielt und separat abzuhören bzw. zu bearbeiten. Es ermöglicht auch dem Solo-Musiker trotz Personalmangels mehrere Instrumente (und zwar hintereinander auf verschiedenen Spuren) aufzunehmen. Z.B. könnte man zuerst eine Drumspur aufnehmen zur Orientierung. Dann spielt man auf Spur 2 eine Rhythmusgitarre ein und danach auf Spur 3 ein Leadgitarrensolo. Das gleichzeitige Aufnehmen von mehreren Spuren ist auch möglich, falls der Audioadapter über mehrere Eingänge verfügt. Wer aber nur allein Musik macht, wird auch selten diese Möglichkeit nutzen können.


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Audioadapter

Der Audioadapter ermöglicht dem Computer die Aufzeichnung und Wiedergabe von Audiosignalen und kann in verschiedenen Formen aufreten. Da gibt es zunächst die klassische Soundkarte, die als PCI-Karte in den entsprechenden Erweiterungsslot des PCs gesteckt wird. Immer häufiger trifft man auf externe Audioschnittstellen, die per USB bzw. Firewire angeschlossen werden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie einen speziellen Chip haben, der Audiosignale verarbeiten kann und DA- bzw. AD-Wandler, die die Umwandlung der elektrischen Signale in digitale Daten und umgekehrt übernehmen. Schließlich gibt es passend dazu Ein- und Ausgänge unterschiedlicher Bauformen und Formate. Häufig findet man Mini-Klinkenbuchsen, die billig, aber leider nicht sehr stabil sind. Besser geeignet sind Cinch-Buchsen, wie man sie auch an Hifi-Anlagen findet. Noch stabiler kommen normale Klinkenbuchsen daher, manchmal findet man auch XLR-Buchsen, die schon sehr in den professionellen Bereich gehen.
Häufig findet man am Audioadapter auch digitale Schnittstellen, die direkt digitale Daten liefern. Mit diesen kann man dann andere Geräte verbinden, die ebenfalls über digitale Schnittstellen verfügen, z.B. Verstärker, CD-Player, Synthesizer, Effektgeräte. Meist findet man dafür ebenfalls eine Cinch-Buchse (koaxile Übertragung) oder eine optische Schnittstelle. Bei letzteren muss man dann auch Lichtwellenleiter anstelle von normalen Kabeln verwenden.

Nicht nur die physikalische Ausstattung des Audioadpaters ist wichtig, zum Betrieb einer Soundkarte braucht man auch Software, den sogenannten Treiber (engl. Driver). Der Treiber stellt sozusagen die Schnittstelle zwischen Karte und Betriebssystem dar. Es lohnt sich die neusten Treiber für die eigene Soundkarte zu besorgen und zu installieren, denn es werden öfter zusätzliche Fähigkeiten mit den neuen Treibern bereitgestellt oder alte verbessert. In seltenen Fällen bringen neue Treiber Nachteile, weil sie instabil sind und das System zum Absturz bringen oder Defekte aufweisen. Dann bleibt nur ein "Downgrade", also das Installieren einer älteren Version.

 

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Mischpult

Das Mischpult ist gewöhnlich das Zentrum eines Studios, weil hier alle Klangquellen zusammenlaufen und entsprechende Manipulationen vorgenommen werden können. Das Mischpult kann ein externes (reales) Gerät sein, wie man es von Tonstudios und DJs kennt oder aber eine Software, die meist in Software-Sequenzern integriert ist. Nimmt man wenige oder gar keine realen Instrumente auf, kann man sich oft auch ein reales Mischpult sparen und nur mit dem virtuellen Mischpult des Sequenzers arbeiten. Sollte ein externes Mischpult notwendig sein, hängt dessen nötige Ausstattung von der Anzahl und der Art der aufzunehmenden Audioquellen ab. Je mehr Quellen man gleichzeitig aufnehmen will, desto mehr Kanäle muss ein Mischpult haben. Die Anzahl der Kanäle gibt an, wieviel Signale das Mischpult verarbeiten kann. Hat man z.B. eine Band mit Bass, Schlagzeug, Gitarre und Gesang, so braucht man zur Aufnahme mindestens ein 4-Kanal Mischpult, wenn man die Instrumente auch einzeln bearbeiten bzw. abmischen will. Jeder Kanal bietet meist die Möglichkeit der Klangbearbeitung (EQ = Equalizing) und der Effektwege. Effektwege sind Einschleifwege, die es erlauben, das Signal über ein externes oder internes Effektgerät zu schicken und das so bearbeitete Signal wieder zurück zum Kanal zu führen. Ein brauchbares Mischpult hat für jeden Kanal auch einen Panorama-Regler (Balance). Minimal ist ein Lautstärkeregler für jeden Kanal vorhanden. Dies kann ein Fader (Schieberegler) sein oder ein Drehregler. Weiterhin gibt es noch einen Masterregler, der die Gesamtlautstärke steuert. Anzeigen zur Aussteuerung sind meist als LED-Ketten realisiert. Wichtig ist auch ein Monitorweg. Monitoring bezeichnet das Abhören von Signalen zur Überprüfung des Klangs. Über den Monitorweg kann man nun recht flexibel (je nach Mischpult) einzelne Quellen separat abhören, ohne daß das Ausgangssignal dadurch beeinflußt wird.
Wer Gesang aufnehmen möchte, sollte auf einen guten Mikrofonverstärker im Mischpult achten, oder einen separaten Mikrofonverstärker verwenden.

Mischpulte existieren wie gesagt auch als virtuelle Variante im Computer. Das hat den Vorteil, dass alles integriert ist (keine Kabel nötig) und die Einstellungen und Bewegungen (z.B. Fade-In, Fade-Out) aufgezeichnet und gespeichert werden können. So gut wie alle Sequenzer stellen auch ein virtuelles Mischpult bereit. Dessen Ausstattung und Möglichkeiten können durchaus unterschiedlich sein, Lautstärke- und Panorama-Regelung sind immer vorhanden. Daneben kann es noch Effektwege, Subgruppen (selbst definierte Kanalgruppen), Mute (Stummschaltung) und weitere Optionen geben.

 

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